Die Geschichte bzw. Chronik des "Fleestedter - Karneval"    
     
Nach dem 2. Weltkrieg wurde 1947 erstmals von Sägerlust wieder ein Oster-, Herbst- und Sylvesterball gefeiert.
Preismaskeraden waren der große Renner. Als aber die Vergnügungssucht in den folgenden Jahren allmählich nachließ und immer weniger Masken zur Maskerade kamen, hatte Fitten Schimmel eine Idee, den der neue Festausschussvorsitzende Fritz Klose gleich in die Tat umsetzte.
   
     
1959 wurde ein „Kappenfest mit karnevalistischen Einlagen“ mit großem Erfolg veranstaltet.    
     
1962 startete das 1.x „der Karneval in Fleestedt“ mit dem Karnevalspräsidenten Fritz Klose. Der Saal hatte Platz für ca. 250 Gäste  (über 300 kamen).
Im alten Saal bei Erni Meyer wurde der Elferrat vor die kleine Bühne gesetzt und der Kanonenofen an der Saalseite glühte mit den wenigen Aktivisten um die Wette. Damals waren schon dabei: Betty Trotje (Schwarz), Berthold Schwarz, Helmut Brehm, Peter Eddelbüttel 1, Fritz Raetz und der Chronist, damals zuständig für die schmale Technik musikalische Stützen waren die unvergessenen Sangesbrüder Fritz Sacher und Gerd Adamek.
   
     
An Stelle der bisherigen Maskenbälle sollte dafür nun das närrische Treiben seinen Einzug halten mit Büttenreden, Funkentanz, Schunkelwalzer und Aufführungen.    
     
Badenixen: Fritz Rätz, Helmut Brehm, Werner Meyer und Hans-Jürgen Meyer

Schlagersalat: Elke Marquardt, Anke Kukutz, Käthe Wüstefeld, Lotti Eddelbüttel, Herta Vormittag, Elke Kunig, Heike Groth, Betty Schwarz, Elke Rehwoldt, Christel Köhnke und Gunda Schade.
   
     
Eröffnungsrede hielt Werner Meyer, Büttenredner Ede Holland und Fritz Sacher, den ersten Solotanz mit einer ausgestopften Puppe führte Barthold Knolle auf, Tanzmariechen war Ingrid Hansen.
Der Tanz wurde damals überhaupt nicht geübt, die Mädchen tanzten mit einem strahlenden Lächeln über das in jener Zeit noch schlechte Parkett und ernteten Beifall über Beifall.
   
     
Spätestens 8 Wochen vor Beginn der Veranstaltungen musste mit den Proben begonnen werden (das ist heute nicht anders).
Damals gab es noch nicht so viele Autos und so mussten die meisten Mitwirkenden durchweg viermal wöchentlich von zu Hause zu den Proben abgeholt werden und spätabends wieder nach Hause gebracht werden. Und das auch bei Glatteis und Schnee. Wenn im Lokal von Ernst Meyer Fleestedt mit den Proben begonnen werden sollte, mussten die Mitglieder erst die Wäsche abnehmen, die quer durch den Saal zum Trocknen hingen.
Bei eisiger Kälte saß dann Fritz Sacher mit dickem Wintermantel und Schal am Klavier, und die Funkengarde übte das Tanzen, oder es wurden Karnevalslieder eingeübt.
   
     
Im dritten Jahr der Veranstaltung war der Saal dann schon mehr als überfüllt. Über 600 Eintrittskarten wurden verkauft. Die Sitzplätze reichten bei weitem nicht aus. Und so mussten viele Gäste, (etwa 20 Reihen vor der Theke stehen).
Der Gastwirt hinter der Theke bekam erst nach Mitternacht das erste Mal wieder die Tanzfläche zu sehen. Seine Getränke waren wegen des großen Ansturms fast ausverkauft.
   
     
1963 unterstützte uns als EIferrat der Fanfarenzug Fleestedt der auch die Veranstaltung musikalisch lautstark begleitete.
Die kleine Karnevalsschar ging in diesen Jahren auf Einladung auch tingeln. Auftrittsorte waren: Marmstorf, Außenmühle, Wiedemann Harburg, Mensa in Hamburg und Grömitz. Schöne Erinnerungen waren der Lohn.
   
     
1965 wurden erstmals Platzkarten im Vorverkauf vergeben.
1. Auftritt der Kellermeister mit Kuddel Matthies, Herbert Harz und Klaus Kulling. Die Proben im eiskalten Saal unterstützte Erni mit einem heißen Grog.
   
     

1966 präsentierte eine Gruppe des Fleestedter Frauenchores unter Leitung von Betty Schwarz zum 1. Mal den satirischen „Schlagersalat“ mit großem Erfolg.

   
     
1968/69 mussten wir wegen der großen Nachfrage 2 Veranstaltungen vorbereiten, die auch im neuen Saal  ausverkauft waren. Fritz Klose nahm für die Vorbereitungszeit immer seinen Urlaub oder seine Grippe. :o)    
     
1972 traten die Badenixen das erste Mal mit Bombenerfolg auf.    
     
1974 müssen 3 Veranstaltungen durchgeführt werden. Rudolf Eddelbüttel übernimmt den Kartenvorverkauf.    
     
1976 findet 3 x Karneval und 1 Veranstaltung für das DRK für die Altenbetreuung    
     
1984 wurde dann zum 25. x  Karneval mit 4 Veranstaltungen + DRK Auftritt, gefeiert. Die Anzahl der Mitwirkenden stieg von Anfangs 20 auf 70 Karnevalisten. Die Begeisterung für unsere Karnevalveranstaltungen war für uns unvorstellbar.    
     
1985 gibt Fritz Klose die Karnevalspräsidentschaft an Hans-Jürgen Meyer ab.    
     
1993 zogen der Karneval um nach Hittfeld in die Burg. Es wurden 2 Veranstaltungen am 12. und 13 Februar geplant und erfolgreich angenommen. „Motto Europa“. Die neue Umgebung brachte für die Aktiven doch eine große Umstellung mit sich. Die Technik spielte jetzt eine große Rolle.    
     
1994 Der Wechsel in die Burg hat sich gelohnt. Nachfrage wieder sehr groß. Es sind 3 Veranstaltungen ausverkauft. 1270 Gäste!    
     
1997 finden 3 Veranstaltungen und wieder die DRK - Betreuung. 1480 verkaufte Karten. Das erste Mal Mitwirkung einer Gruppe aus der neuen Chorgemeinschaft „ Sing & Swing“. Das neue Jahrtausend begann mit einem tollen Programm.    
     
bis 2005 gab es jedes Jahr 4 Veranstaltungen des traditionellen Karneval und eine DRK Vorstellung  
   
Für das Jahr 2006 entwickelten Sabine und Karsten Böttcher das Konzept für Lilaflee. Diese "Faschingsparty" sollte auch das jüngere Publikum anzusprechen. Ab jetzt gab es 3 Veranstaltungen traditionellen Karneval und einmal Lilaflee und eine DRK Vorstellung  
   
Ab 2008 wurden, da die Zuschauerzahlen langsam nachließen, zwei traditionelle Vorstellungen in der Burg-Seevetal und zwei weitere im Helbachhaus in Meckelfeld angeboten. Hier Lilaflee und auch traditioneller Karneval. Zusätzlich eine Vorstellung für das DRK.
In diesem Jahr übernahm Ralf Fritsche die technische Leitung.
 
   
2009 war unserer Jubiläums-Jahr. Nun schon zum "50" ten mal findet der Fleestedter-Karneval in Seevetal statt.
Die Badenixen traten wieder auf und sangen zu Freude der Zuschauer, das "Hamsterlied".
Es gabdreimal den traditionellen Karneval und einmal die Lilaflee-Faschingsparty.
   

2010 gab Hans-Jürgen Meyer die Karnevalspräsidentschaft an Karsten Böttcher weiter.
Es sind wieder drei Vorstellungen. Wobei nun wieder alle Vorstellungen in der Burg stattfanden.
Die inzwischen sehr beliebte Lilaflee-Party findet immer mehr Zustimmung.
In diesen Jahr wurde besonders an der Lichtshow gefeilt.
Ralf Fritsche übernahm nicht nur die technische sondern auch die organisatorische Leitung.

 
2011 gab es wieder 4 Vorstellungen. Den trad. Karneval sowie unsere Lilaflee-Party.
Wir hatten ein neues Konzept für einen Family-Day in der Burg entwickelt, das regen Zuspruch erhielt.
Zusätzlich wollten wir noch eine Lilaflee-Show in der Gastronomie "Heins" in Holvede machen,
die leider wegen zu wenig Interesse bzw. Zuschauerzahlen abgesagt werden musste.
 
2012 gab es wieder unsere beliebte Lilaflee-Party.
Außerdem einmal den trad. Karneval sowie wegen des großen Erfolges beim letzten Mal, den Family-Day.
 
2013 mussten wir leider wegen eines Buchungsfehler die Reihenfolge unsere Veranstaltungen ändern.
Wir begannen am Samstag mit Lilaflee und machten mit dem inzwischen beliebten Family-Day, am nächsten Tag weiter.

Der tradi. Karneval fand dann eine Woche später, am Samstag statt.
 
2014 musste der Fleestedter Karneval in der Burg Seevetal wegen personellen und finanzellen Problemen ausfallen.
 

2015 => Das aus und Ende der Ära - Fleestedter - Karneval ist nun nach 54 Jahren leider erstmal gekommen.

 

 Zeitungsartikel im Wochenblatt: hier klicken
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